12.05. Unterricht im Freien: Teamgeist

Für heute war praktischer Unterricht angesetzt. Da die Übungsfahrten am Wochenende nicht verpflichtenden Charakter haben, wir jedoch alle zusammen in der Gruppe Radfahren lernen müssen, ist der Gedanke, bei knapp 30 Grad und nach 9 Stunden Schule in die Radklamotten und aufs Rad zu springen nicht der unangenehmste. Nach einer intensiven Sauerstoffdusche in der Fränkischen Schweiz ist der Kopf auch wieder bereit, sich eher theoretischen Dingen hinzugeben.

Heute führte uns unsere Tour zunächst durch flaches Gelände über Baiersdorf und Poxdorf nach Effeltrich.
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Die ersten Wellen Richtung Gaiganz und Weingarts ließen manche schon an ihren Kräften zweifeln, nicht jedoch am Zusammenhalt in der Gruppe. Beim herrlichen Blick auf die Ehrenbürg waren sich alle schnell einig, dass wir der Zeckengefahr trotzen und uns zu einem Gruppenbild aufstellen sollten.

Gleichzeitig konnten bereits verbrannte Kalorien wieder nachgetankt werden.
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So schafften alle mit vereinten Kräften den Anstieg Richtung Walkersbrunn, wo uns auf halbem Weg das Walberla erneut zu einem Fotostopp nötigte.
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Schnell machten wir uns wieder auf den Weg, da sich am Himmel schon viel Energie, die wir auch gut für unsere Trainingsrunde benötigten, aufgestaut hatte und es wohl nur eine Frage der Zeit sein sollte, bis sie sich in einem kräftigen Sommergewitter entladen würde. Hochkonzentriert glitten wir durch die erstmalig hochsommerlichen Temperaturen über Dachstadt nach Igensdorf.
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Jetzt galt es, kühlen Kopf zu bewahren, genügend zu trinken, aber trotz aller Anstrengung auch den Blick für die Schönheit der Landschaft, wie hier zwischen Oberlindelbach und Etlaswind, nicht zu verlieren.
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Die restlichen Kilometer spulten wir schon recht routiniert ab, wechselten dabei je nach Straßenführung und Verkehrsaufkommen zwischen Einer- und Zweierreihe oder teilten uns kurzfristig in zwei kleinere Gruppen, damit uns überholende Fahrzeuge leichter passieren konnten.

Zum Abschluss unserer Etappe gönnten wir uns eine kleine „tour d’honneur“ durch Erlangens Stadtzentrum, wo wir noch einmal kräftig angefeuert wurden. Gemeinsame Erlebnisse verbinden.

Nach unserer zweieinhalbstündigen Ausfahrt sind wir um ein schönes Erlebnis reicher und können je 60 km auf unserem Stadtradelkonto verbuchen.

Jetzt freuen wir uns schon auf die Einladung am Samstag in Eckental, wo wir unser erstes Grußwort überreicht bekommen. Dass wir dort auf französische Gäste aus Ambazac, Eckentals Partnergemeinde im Limousin, treffen werden, erhöht unsere Vorfreude.

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