Tour der Ra(d)häuser: Etappen 7 und 8: Willkommen im Club der Zweihunderter!

Zunächst stand mit dem romantisch im Altmühltal gelegenen Pappenheim wohl eines der entlegensten Etappenziele auf dem Programm. Emre Yedibela stellte sich dieser Herausforderung, die uns über Schwabach, Pleinfeld und Weißenburg auf zunehmend hügeligem Terrain zu Prof. Grzega, dem Leiter des Europahauses in Pappenheim, führte. Stellvertretend für Herrn Bgm. Sinn übergab er uns die Grüße aus dem Altmühlstädtchen nach Coussac-Bonneval und führte uns durch das Europahaus, einer Einrichtung, die den europäischen Gedanken vor allem durch Spracherwerb auf allen Ebenen und diverse kulturelle Veranstaltungen fördert.
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Nach einem ausführlichen Gespräch und einigen Flaschen Apfelschorle traten wir die Rückreise an, ließen uns von einem Plattfuß in Weißenburg nur kurz aufhalten und freuten uns nach über 200 Kilometern auf einen deftigen Dürüm im heimischen Erlangen.

Terminzwänge aller Art beeinflussen natürlich die Zusammensetzung unserer Expeditionsgruppen erheblich. So fanden sich mit Eugen Pfersich und Fritz Körber, zwei treue Recken, die bereit waren, 150 Kilometer zu den Rathauschefs von Bad Windsheim und Uffenheim auf sich zu nehmen.

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Belohnt wurden wir durch die herrliche Aussicht über den Rathausvorplatz vom Balkon des Amtssitzes von Bgm. Kisch in Bad Windsheim, das mit Saint-Yrieix-la-Perche befreundet ist. Hier lenkte besonders das archäologische Fenster unsere Aufmerksamkeit auf sich, das im wahrsten Sinne des Wortes tief in die Geschichte der Stadt blicken lässt.
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Die dunklen Regenwolken über unseren Köpfen verhießen nichts Gutes und wir beeilten uns, noch trocken und pünktlich in Uffenheim bei Bgm. Lampe anzukommen. Dort fanden wir mit dem „Partnerschaftsbrunnen“ ein besonders passendes Motiv, da jede der vier Stelen neben Uffenheim einer der Partnerstädte, darunter das französische Égletons, gewidmet ist.
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Bei 33 Gemeinden, die es für unser Freundschaftsbuch anzusteuern gilt, ist es keine leichte Übung, Termine, Routen und das Wetter auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. So kamen wir auf der Heimfahrt, die uns durch Gutenstetten führte, auf die Idee, unser Glück unangemeldet bei Bgm. Eichner zu suchen. Bereitwillig gab uns eine Feierabendrunde vor dem Radlertreff die nötigen Auskünfte, sodass wir kurz darauf von Bgm. Eichner und Alexander Scheumann, dem Vorsitzenden der Freunde von St. Hilaire, begrüßt werden konnten. Vielen Dank für diesen spontanen Empfang!
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