24.06. Tour der Ra(d)häuser und Sponsorenparade: Die Mischung macht’s

Die Zeit war knapp, der Terminplan voll. Heute musste es gut laufen, damit wir mit unserem eng getakteten Terminplan nicht in Verzug gerieten. Dem Projektcharakter unseres Seminars entsprechend sind wir nicht an die Stundentafel der Schule gebunden, wohl aber an den Terminplan unserer Partner. So wurde der Freiluftunterricht auf Mittwoch 14 Uhr gelegt, da uns bereits 90 Minuten später mit Herrn Bgm. Bisping der Rathauschef im schönen Lauf erwartete. Nicht schlecht staunten unsere Friedensfahrer, als sie die beeindruckende Kulisse des Wenzelschloss erblickten.
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Foto: Pegnitz-Zeitung

Wie Bürgermeister Bisping ausführte, war dieses Schloss unter Kaiser Karl IV sogar Kaiserresidenz und Lauf böhmisch. Die Achse Prag – Lauf – Paris wird in diesem Zusammenhang gerne genannt. Gerne hätten wir mehr Zeit im schönen Lauf verbracht, der spontane Entschluss „Da müssen wir wieder mal herkommen“, war zu vernehmen, doch Herr Gerner von der Firma Cito erwartete uns schon im benachbarten Schwaig.

Auf dem Weg dorthin wurden wir leider auch Zeugen eines bedauerlichen Unfalls. Eine betagte Autofahrerin wollte unsere Gruppe noch schnell überholen, bevor sie vor uns nach rechts auf einen Parkplatz abbiegen wollte. Dabei erfasste sie einen Rollstuhlfahrer, der Gott sei Dank nicht schwerer verletzt wurde. Wir halfen so gut wir konnten und wissen umso mehr, wie wichtig es ist, sich im Verkehr, ob auf zwei oder vier Rädern konzentriert und vorsichtig fortzubewegen.

In Schwaig angekommen blieben leider nur ein paar Augenblicke, uns vor dem gelb-schwarzen „Citoei“ zu positionieren und der Frima für ihre Unterstützung zu danken,
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bevor wir unseren Weg nach Behringersdorf fortsetzten. Dort erwartete uns schon Herr Valet, Geschäftsführer des fränkischen Traditionsunternehmens Retterspitz, dessen Produkte schon die Hausapotheke unserer Großeltern bereicherten. Zu unserer großen Freude gab er jedem Friedensfahrer neben den besten Wünschen für unsere Tour eine Tube Muskelcreme aus seinem Hause mit auf den Weg. Bald werden wir damit unsere arg strapazierten Antriebsstränge pflegen können. Herzlichen Dank für dieses passende Geschenk!
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In Schwaig, der ehemaligen Dienststelle unseres Mitfahrers Fritz Körber, gönnten wir uns eine kleine Pause bei einer kräftigen(den) Portion Eis, zu der uns Bürgermeister Bisping aus Lauf eingeladen hatte. Solche süßen Überraschungen helfen uns dabei, den Geschmack am Radeln nicht zu verlieren. Vielen Dank!
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Nachdem wir den italienischen Gaumenschmaus und den Schrecken auf der Straße verdaut hatten, rollten wir noch vor das Rathaus, um das Grußwort von Frau Bgmin. Thurner abzuholen. Bei genauer Recherche wird man feststellen, dass Schwaig keine Partnerschaft mit einer Gemeinde im Limousin pflegt. Der Einsatz des Altbürgermeisters Fritz Körber für die Aussöhnung und die Kontaktpflege zwischen dem Limousin und Mittelfranken verleihen „seiner“ Gemeinde, deren Chorgemeinschaft 2007 zusammen mit dem Fürther Kammerorchester mit einem Versöhnungskonzert in Oradour einen äußerst wertvollen Beitrag geleistet hat, eine besondere Rolle. Somit sollte ein Gruß aus Schwaig in unserem Freundschaftsbuch nicht fehlen.
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