Tour der Ra(d)häuser, Etappe 14: Die Hitzeschlacht von Heilsbronn

Eine Woche lang konnten oder mussten die Friedensfahrer ihre treuen Drahtesel in die Ecke stellen, um in allen Ecken Europas auf Studienfahrt zu gehen. Istanbul, Rom, Nizza, Livorno und Verona standen auf dem Programm. Besonders bewegungshungrige machten sich am Tag nach unserer großen Rathausrunde sogar auf, um die Alpen in einer mehrtägigen Tour nicht pedalierend, sondern per Pedes zu überqueren.

Auch wenn noch nicht alle Studienfahrer von ihren jeweiligen Reisezielen zurückgekehrt waren, setzten wir unsere Rathaustour fort und erprobten auf dem Weg nach Heilsbronn bereits Abschnitte der ersten Etappe der großen Fahrt, die wir schon in Wochenfrist angehen werden.

Bei glühender Hitze hieß es regelmäßig zu trinken. Der eine oder andere Wasserschwall aus der Trinkflasche über Kopf und Beine sorgte bei Temperaturen von über 40 Grad im Schatten zusammen mit dem Fahrtwind für die nötige Abkühlung. Die sich abzeichnenden Salzränder auf unserer Radkleidung oder auf den Gesichtern zeugten vom großen Mineral- und Flüssigkeitsverlust. Wollten wir unser heutiges Ziel Heilsbronn pünktlich erreichen, mussten wir kühlen Kopf bewahren, konnten aber nicht vermeiden, dass wir Herrn Bgm. Pfeiffer etwas „hitzköpfig“ gegenübertraten.
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Mit dem Glockenschlag erreichten wir die Partnergemeinde von Objat, und konnten uns im klimatisierten Ratssaal erfrischen. Als uns Bgm. Pfeiffer in die uns wohlbekannte Eisdiele einlud, waren die Mühen schnell vergessen. Passend zur Hitze wählten wir auf dem Weg dorthin den Dreischalenbrunnen im ehemaligen Kreuzgang des Klosters. Er erinnert an den ursprünglichen Bleibrunnen, der durch Tillys Truppen 1631 zerstört und in Kanonenkugeln umgewandelt worden sei. Noch heute befindet er sich im Stadtwappen.

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Wir bevorzugten einige Kugeln Eis und tauschten uns ausgiebig über die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft aus. Dabei war zu erkennen, dass sie für Bgm. Pfeiffer eine wahre Herzensangelegenheit ist, wie ein genauer Blick auf das Stadtwappen schon vermuten lässt.
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