Etappe 8: Chalon-sur-Saône – Roanne: mit Schwung durch die Bourgogne

Die achte Etappe führte uns von Chalon-sur-Saône über Cluny nach Roanne. Uns erwarteten 1463 Höhenmeter auf 141 Kilometer verteilt. Die ersten 50 km waren sehr entspannt, da die Strecke auf der „voie verte“, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, entlang führte und somit kaum Höhenmeter beinhaltete.

IMG_6349

Da die Strecke nicht so anspruchsvoll war, hatten wir Zeit die schönen Weinberge der Bourgogne zu betrachten. Dank des guten Gespürs der Begleitfahrzeuge für idyllische Picknickplätze, konnten wir die Mittagspause am Ufer der Grosne in Cluny genießen.

IMG_6350

Wir alle freuten uns, dass das Unterstützungsteam aus den Begleitfahrzeugen das Essen nicht allzu baguettelastig gestaltete J . Mit vollen Bäuchen brachen wir wieder auf, um die Altstadt von Cluny zu erkunden. Nach dem obligatorischen Fototermin vor der weltbekannten Abtei erzählte uns Eugen Pfersich mehr über die Zentrale Rolle Clunys während des Mittelalters und die Ausbreitung des Zisterzienser-Ordens, sogar bis in das fränkische Ebrach.

IMG_6363

Da es uns so gut gefiel, drehten wir noch ein paar Runden durch die Altstadt, machten noch ein paar Fotos, bevor wir den längeren und anspruchsvolleren Teil der Tagesetappe antraten. Nach etwa 15 weiteren Kilometern erreichten wir den „Anstieg des Tages“ über 300 Höhenmeter nach Montmelard, den jeder in seinem Tempo erklomm. Oben angekommen, wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Hügellandschaft der Bourgogne und einer rasanten Abfahrt belohnt.

IMG_6364

Rasant ging es gleichzeitig bei der Tour de France zu, welche einige von uns in einem Restaurant in Montmelard mitverfolgten.

IMG_6355

Auf unsere Nachfrage hin brachte der Wirt den Fernseher aus seinem Haus über die Straße in die Gaststube. Dort lernten wir auch eine alte Dame kennen, die von ihrem Mann erzählte, der nach dem 2. Weltkrieg in Dortmund stationiert war. Sie war sehr angetan von der Botschaft unserer Friedensfahrt, was uns für die restlichen Kilometer des Tages neue Kraft gab. Diese brauchten wir umso mehr, da es bis zu unserem Tagesziel Roanne in der Auvergne noch einige Höhenmeter zu bewältigen galt.