Etappe 10: Clermont-Ferrand – Banize

Nach einem erholsamen Ruhetag im Home-Dôme machte sich eine kleine Gruppe motivierter Sportler bereits eineinhalb Stunden, um 7:30h, vor der Hauptgruppe auf den Weg nach Banize, da sie zuzüglich zum bevorstehenden Gesamtanstieg von 2100 Höhenmetern den Puy de Dôme mit etwa 700 extra Höhenmetern meistern wollten. Jedoch ist es für Radfahrer und Fußgänger verboten, den Puy de Dôme zu erklimmen.

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So mussten unsere geknickten Sportler die weniger sportliche Zahnradbahn, welche 2008 erneuert wurde, benutzen, um den Gipfel zu erreichen. Das ist doch die Höhe!

Oben angekommen stieg die Laune, trotz acht Grad und eisigen Windes,

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dank der grandiosen Aussicht über die Auvergne.

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Unsere Mittagspause legten wir nach ca. 60 km in Herment, einem malerischen 130 Seelendorf, ein. Dort füllten wir unsere Energiespeicher auf und dehnten neben mancher arg geplagter Wade auch die Pause etwas aus.

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Danach wurde Gruppe eins von einem einheimischen Radfahrer bis zu einer kleinen Kaffeepause in Magnat-l’Étrange begleitet. Unseren stilistisch geschulten Augen entging nicht, dass er mit breiten Knien und einer Frequenz von 68 Umdrehungen pro Minute radelte.

Dort angekommen erzählte uns der 63 jährige, dass er bereits seit 50 Jahren Radfahren würde.

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Auf den letzten 35 hügeligen Kilometern strapazierten wir unser Material zusätzlich auf einer Schotterpiste,

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bevor wir wegen des sich anbahnenden Regens das Tempo erhöhen mussten.

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Ursprünglich hatten wir Bedenken, dass unsere vorletzte Unterkunft „Lou Péléle“ eher Stall als Herberge sein könnte. Der einsetzende Regen auf den letzten Kilometern verschob aber schnell unsere Prioritäten. Am Ende waren wir jedoch positiv überrascht, da wir ein romantisches Bauernhaus für uns alleine hatte und ließen den Tag mit leckeren Nudeln, die von Astrid liebevoll zubereitet wurden, ausklingen.